Familienmahlzeiten beugen Übergewicht vor

Stand: 03/12/2018
Regelmäßige Familienmahlzeiten beugen der Entstehung von Übergewicht schon im Kindesalter vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Max-Plack-Instituts für Bildungsforschung. Die Wissenschaftler haben 57 Studien aus verschiedenen Ländern ausgewertet. Es wurde festgestellt, dass Kinder aus Familien, in denen häufig gemeinsam gegessen wird, einen geringeren BMI haben und mehr Portionen Obst und Gemüse verzehren als Kinder aus Familien ohne feste gemeinsame Mahlzeitenstrukturen. Die Ursachen sind sicher vielfältig, aber die derzeitige Forschung deutet darauf hin, dass in diesen Familien die Qualität des Essens eine größere Rolle spielt und auch Verhaltensaspekte wichtig sind. Familienmahlzeiten sind ein wichtiges Ritual für Kinder und Jugendliche. Sie stärken das Gefühl von Zusammengehörigkeit und haben eine positive Wirkung auf das Essverhalten. Insbesondere kann ein positives elterliches Vorbild die Ernährungsweise der Kinder verbessern. Neben dem Erlernen von Esskultur fängt demnach auch Adipositasprävention am Esstisch der Familie an. Diese Tatsache gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass sich das Vorkommen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern in den letzten Jahren auf hohem Niveau stabilisiert hat. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS) des Robert-Koch-Institutes unterstreichen, dass diese Heranwachsenden ein hohes Risiko tragen, dass ein zu hohes Körpergewicht bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt.

Erste wissenschaftliche Befunde deuten sogar darauf hin, dass familienähnliche Mahlzeiten, z.B. in Kita oder Schule, sich ebenfalls positiv auswirken. Eine besondere Rolle spielen dann die pädagogischen Fachkräfte, die gemeinsam mit den Kindern essen und eine Vorbildrolle einnehmen.

Weitere Informationen über die Bedeutung von Mahlzeiten in der Familie gibt es in unserem Artikel „Zeit für Mahlzeiten in der Familie“.


Quellen und weiterführende Informationen





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