Neues Tierschutzlabel

Stand: 02/05/2013
Eine neue Tierschutz-Kennzeichnung sorgt beim Einkauf im Supermarkt für mehr Transparenz und Wahlfreiheit: Das neue Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes kennzeichnet Fleisch und in einem zweiten Schritt auch Wurst, bei deren Erzeugung besonders hohe Tierschutzstandards eingehalten werden. Erste Produkte sind bereits bei unterschiedlichen Handelsketten im Angebot.
Tierschutz ist immer mehr Verbrauchern besonders wichtig. Mit dem Label liegt eine transparente und wissenschaftlich fundierte Kennzeichnung für Produkte tierischen Ursprungs vor, die deutliche Verbesserungen für die Tiere bei der Haltung, Schlachtung und dem Transport garantiert. Gestartet wird mit einem Label für Schwein und Hähnchen, weitere Tierarten werden folgen.

Das Konzept des Tierschutzlabels hat ursprünglich die Initiativgruppe „Tierwohl-Label" erarbeitet. Diese Gruppe wurde durch die Universität Göttingen ins Leben gerufen und setzte sich aus Vertretern der Wissenschaft, Landwirtschaft, Verarbeitung, des Lebensmitteleinzelhandels sowie des Tierschutzes zusammen. Ziel der Gruppe war es, die Diskussion um eine Tierschutzkennzeichnung voranzutreiben sowie Rahmenbedingungen für ein Tierschutzlabel zu entwickeln, das perspektivisch eine nachhaltige Marktbedeutung einnehmen soll. Der Tierschutzbund hat die Trägerschaft für das Zeichen übernommen.

In der weiteren Entwicklung wird das Tierschutzlabel durch einen Beirat begleitet, der ausgewogen aus Teilnehmern aller Interessensgruppen besetzt ist. Er berät zu den Labelinhalten, Marketingmaßnahmen sowie zur Weiterentwicklung und zu den Zielen des Tierschutzlabels. Seine Empfehlungen gibt der Beirat an den Deutschen Tierschutzbund, der auf dieser Grundlage Entscheidungen für die Umsetzung trifft.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Entwicklung des Tierschutzzeichens mit 1 Mio. Euro im Rahmen eines Forschungsprojektes gefördert. Auch die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken begrüßt das Label als einen ersten Schritt zu einer besseren Orientierung beim Kauf. Sie plädiert aber dafür, eine nationale Rechtgrundlage für die Kennzeichnung höherer Tierschutzstandards zu schaffen und diese Standards bundesweit einheitlich zu definieren. So soll verhindert werden, dass mehrere Labels mit unterschiedlichen Anforderungen nebeneinander entwickelt werden und so Verwirrung für die Kundinnen und Kunden entsteht. Dies hat Rheinland-Pfalz auch im Bundesrat gefordert. Die Bundesregierung lehnt eine entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes ab.


Weiterführende Informationen


Download: Faltblatt_Tierschutzlabel.pdfFaltblatt_Tierschutzlabel.pdf



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