Welche ackerbaulichen Maßnahmen sind auf Flächen der Wassererosions- gefährdungsklassen CCWasser1 und CCWasser2 erlaubt?

Entsprechend den Vorgaben der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung und der Landesverordnung über die Einteilung landwirtschaftlicher Flächen nach dem Grad der Erosionsgefährdung hat ein Betriebsinhaber, der Direktzahlungen beantragt, durch geeignete Maßnahmen den Schutz des Bodens vor Erosion zu gewährleisten. Es sind ausschließlich für Ackerflächen Maßnahmen vorgesehen:

Ackerflächen der Wassererosionsgefährdungsklasse CCWasser1 dürfen vom 1.12. bis zum 15.2. nicht gepflügt werden. In der übrigen Zeit ist das Pflügen nach der Ernte der Vorfrucht nur bei einer Aussaat vor dem 1.12. zulässig. Die Bewirtschaftung quer zum Hang ermöglicht weiterhin das ganzjährige Pflügen. Ackerflächen, die der Wassererosionsgefährdungsklasse CCWasser2 zugehören, dürfen vom 1.12. bis zum 15.2. ebenfalls nicht gepflügt werden. Das Pflügen in der übrigen Zeit ist nur bei einer unmittelbar folgenden Aussaat zulässig. Vor der Aussaat von Reihenkulturen mit einem Reihenabstand von 45 cm und mehr ist das Pflügen verboten.

Nach  § 6 Abs. 2 und 3 der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung werden in Rheinland-Pfalz anderweitige Anforderungen für bestimmte Kulturen geregelt, die in Gebieten angebaut werden, die der Erosionsgefährdungsklasse CCWasser2 angehören:
Sommergetreidearten und Sommerraps
Mais und Zuckerrüben
Kartoffeln






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